Rezension: Die Seiten der Welt ~ Kai Meyer

Titel: Die Seiten der Welt
Autor: Kai Meyer
Verlag: Fisher
Reihe: Die Seiten der Welt
Band: 1 von 3
Seitenanzahl: 470 Seiten

Amazon | Verlag | Leseprobe
10,99€/ 19,99€



Wie kam ich zu dem Buch?

Schon mehrfach habe ich “Die Seiten der Welt” in verschiedenen Buchhandlungen gesehen. Durch das wunderschön gestaltete Cover ist es mir schon immer wieder aufgefallen.
Jedes Mal habe ich den Klappentext gelesen und mir gedacht: was gibt es schöneres als ein Buch über Bücher zu lesen?
Im November habe ich dann meine Chance ergriffen und das Buch gekauft. Leider habe ich duch mein Studium nicht mehr die Zeit viel zu lesen. Doch ich wusste, dass ich im November viel unterwegs sein würde. So wurde “Die Seitend der Welt” mein Reisebegleiter.


Worum geht’s?

Jedes Buch hat geheime Seiten.

“Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt.”

Die Seiten der Welt, Karl Meyer

Furia Salamandra Farefax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landbesitz ihrer Ahnen birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie der Worte entfesseln. Noch weiß sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schwebt. Denn Furias Familie wird von mächtigen Feinden bedroht – und die trachten auch nach ihrem Leben. Der Kampf gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher beginnt…


Meine Meinung:

Leider hat “Die Seiten der Welt” von Kai Meyer mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück gelassen.

Der Anfang des Buches ist fabelhaft. Der Schreibstile ist sehr leicht und angenehm. Kai Meyer benutzt eine sehr bildhafte Sprache und umschreibt alles sehr schön. Die Landsitz der Faerfax steht förmlich vor einem.D

Dann ertönte ein Klicken, und das Schloss sprang auf. Der Bücherduft, der ihnen entgegenschlug, war überwältigend. Furia verspürte schlagartig Hunger – Heißhunger auf neue Geschichten.

Die Seiten der Welt, Kai Meyer, Seite 12

Furia war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist ein sehr junges, aufgeschlossenes Mädchen. Das nichts mehr lieb als Lesen und Bücher.

Während den ersten Kapitel bringt Kai Meyer einem die Geschichte langsam näher und erläuert die Umstände um Furia und ihre Familie.

Bevor es schon auf das erste große Abenteuer geht und die Ereignisse sich beginnen zu überschlagen.

Ich möchte nicht zu viel verraten. Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Ich habe sehr viel in nur kurzer Zeit gelesen. Es war teilweise wirklich schwer das Buch aus der Hand zulegen.

Doch ab der zweiten Hälfte, wo das Buch gerade richtig spannend werden sollte und die Handlung Fahrt aufnimmt, konnte das Buch mich nicht mehr fesseln. Es ist schwierig genau zubestimmen, wo ran das lag. Aber plötzlich war der Hergang der Handlung recht offensichtlich und teilweise haben Ereignisse nicht mehr richtig gepasst. Es fühlte sich an, als hätte Kai Meyer den Hergang der Handlung während des Schreibens entwickelt. Geschehnisse sind “einfach passiert” es wurden vorher keine Einleitungen und Hinweise für diese Gegeben.

Das Ende hat mich schon enttäuscht, gerade weil es einen sehr mächtigen und mitreißenden Einstieg geboten hat und meine Erwartungen somit sehr hoch waren.

Dennoch möchte ich gerne den 2. Band der Reihe um Furia, Isis und Kat lesen.

Obwohl der Drang das Buch zubeenden zum Ende hin sehr nachgelassen hat, möchte ich “Die Seiten der Welt” von Kai Meyer 3 von 5 Punkten geben. Der Auftakt der Reihe war sehr stark. Kai Meyer hat sehr individuelle Charaktere geschaffen und eine faszinierende Welt, die bei mir Eindruck hinterlassen hat.

Ein großer Pluspunkt für die Geschichte ist, der Schreibstile von Kai Meyer. Es verstecken sich sehr viele schöne und ausdrucksstarke Zitate in dem Buch. Hier nur einige:

Alte Bücher dufteten nach Abenteuern, ihren eigenen und jenen, von denen sie erzählen.

Die Seiten der Welt, Seite 9

… vielleicht war diese Bibliothek genau das: ein ganzes Universum von Welten, die noch entdeckt werden wollten.

Die Seiten der Welt

Sich zu mögen heißt, zu entdecken, dass man dieselbe Sprache spricht. Sich zu lieben bedeutet, in derselben Sprache zu dichten. Ich weiß nicht, ob wir schon miteinander dichten, Furia, aber zumindest schreiben wir ein Buch zusammen.

Die Seiten der Welt, Karl Meyer, Seite 43, Severin


Dass sie eines nicht sind: Menschen, die ein Recht darauf haben, dass ihnen nichts von all dem zustößt. Gedanken und Ideen lösen sich in jeder Sekunde überall auf der Welt einfach in Wohlgefallen auf, keiner trauert ihnen nach, sie werden vergessen und sind fort. Sebst solche, die niedergeschrieben werden, verschwinden wieder. Tafeln werden leer gewischt, Bücher werden verbrannt. Nichts ist so vergänglich wie ein Gedanke. Und das ist es was Exlibri sind: Gedanken, die vielleicht längst vergessen wären, wenn sich nicht durch den Zufall hier in dieser Welt gelandet wären.

Die Seiten der Welt Karl Meyer, Seite 402, Isis

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