Reisentagebuch #2

Die Anreise und der “erste” Tag

Moin Moin,
Und willkommen zum zweiten Teil meines kleines Reisetagebuches. Heute erzähle ich euch ein bisschen, wie es zu der Reise kam, wie die Stimmung zu dem Zeitpunkt in Deutschland war und von der Ankunft in Japan.

Unser Flug ging am 9. März von Frankfurt nach Haneda (Tokio) Airport. Die Flüge hatten wir über ein Jahr im Voraus über Lufthansa gekauft. Durchgeführt wurde der Flug aber von ANA, All Nippon Airways, die mit Lufthansa in der Star Alliance sind.

Wie kamen wir auf die Idee nach Japan zu fliegen?

Ich habe bereits in der Schule angefangen, Japanisch zu lernen. Damals gab es das leider nicht an meiner Schule, daher habe ich abends immer Volkshochschulkurse besucht. Ich hatte gehofft, in Japan ein Jahr zur Schule gehen zu können mit einem Austauschprogramm. Leider hatte das nicht funktioniert. So wurde der Traum Japan erst mal aufgeschoben.
In der Uni habe ich dann wieder angefangen, an Japanischkursen teilzunehmen. Zwei Freunde von mir haben sogar ein Semester an einer japanischen Universität verbracht. Mit einer Freundin hatte ich überlegt, die beiden zu besuchen z.B. über Silvester. Allerdings lohnt sich ein Langstreckenflug nicht, wenn man nur ein paar Tage dort gewesen wäre. Allerdings ist aus dieser Idee dann die Japanreise entstanden.

Hatten wir im Vorfeld Zweifel wegen des Coronavirus?

Flüge, den Railpass und die Hotels haben wir lange im Voraus gebucht und alles geplant gehabt. Wie gesagt Anfang März sind wir geflogen. Damals begannen gerade die aller ersten Coronaausbrüche in Europa. Allerdings hat sich die Aufmerksamkeit damals noch stark auf Wuhan gerichtet. Es hatte hier zu Lande kaum einer damit gerechnet, dass sich der Virus so stark in Europa ausbreiten würde.

Eine Woche bevor unser Flieger ging, haben wir schon spekuliert, ob wir überhaupt fliegen können/sollten, weil der Coronavirus in Asien gerade die Runde machte. Beziehungsweise ob wir in Japan einreisen können. Besonders unseren Familien kamen Zweifel, ob es so schlau wäre “die Kinder” dorthin zu lassen. Allerdings hatten wir alles gebucht, die Reise war lange geplant und die Vorfreude war riesig. Wir haben uns für die Reise entschieden, wie ihr ja schon wisst.

Der einzige Moment, wo wir im Vorfeld kurz gezweifelt haben oder der Coronavirus erste Auswirkungen auf unsere Reise hatte, war als wir eine E-mail von einem Hotel bekommen haben. In der E-mail stand, dass sie das Hotel schließen müssen, um es grundreinigen zu lassen. Allerdings würden wir in einem anderen Hotel unterkommen können, dass bereits schon gereinigt wurde.

Die Einreise nach Japan und der erste Tag

Die Flugreise war sehr angenehm. Wir sind mit ANA geflogen. Da wir sehr früh gebucht hatten, hatten wir das Glück, einen Direktflug für 300€ ergattern zu können.
Normalerweise leide ich sehr stark unter Flugangst. Abgesehen von Start und Landung hat sich meine Panik sehr in Grenzen gehalten. Zum einen hatte ich eine gute Reisebegleitung und zum anderen hat meine Angst stark nachgelassen, als wir erst mal oben in der Luft waren. Denn gegenüber zu Kurzstreckenflügen geht es nicht direkt wieder ans Landen, sondern man bleibt erst mal eine ganze Weile oben und ich konnte mich beruhigen.

Ich war tatsächlich erstaunt, wie viel Essen man auf so einem Langstreckenflug bekommt! Normalerweise esse ich nicht annähernd so viel. Kaum war man fertig, kam schon das Nächste. Und hier noch ein Snack und dort.
Das hat mich sehr überrascht. Mein Fazit: Langstreckenflüge, selbst in der Economyclass, sind schon recht komfortabel!

Während des Fluges haben die Stewardessen Mundschutz und Handschuhe getragen. Zu Beginn wurde kurz durchgesagt, dass das wegen des Covid-19 Virus sei. Weitere Einschränkungen oder Ähnliches gab es aber nicht.

Leider muss ich auch kurz anmerken, dass meine Reisebegleitung das Flugzeugessen nicht gut vertragen hat. Während und nach des Fluges musste sie mehrfach ihren Magen ausleeren. Wir vermuten, dass der Fisch, den sie im Flugzeug hatte, ihr nicht bekommen ist. Solltet ihr einen empfindlichen Magen haben, solltet ihr das vielleicht beachten. Für den Rückflug haben wir uns um auf Nummer sicherzugehen für das vegetarische Menü angemeldet.
Die Stewardessen waren in dieser Situation auch sehr zuvorkommend und haben meiner Freundin extra Wasser und Kotztüten angeboten.

Für die Einreise musste wir ein Formular ausfüllen, wo und für wie lange wir in Japan bleiben werden. Unsere Kontaktinformationen mussten wir ebenfalls angeben.

Am Flughafen war es sehr einfach, sich zurechtzufinden. Meine Japanischkenntnisse waren nicht von Nöten, weil alles ebenfalls auf Englisch dran stand!
Das JR-Office haben wir schnell gefunden. Wir hatten im Vorfeld einen JR-Pass beantragt und haben dort den Gutschein, welchen man vorher zugeschickt bekommt, gegen den eigentlichen Pass getauscht. Die Frau hat uns auch gleich Sitzplätze für den Shinkansen nach Kyoto reserviert.
Die Suicacard konnten wir dort auch direkt kaufen. Das ist eine Karte, die man nutzen kann, um die öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Anstatt jedes Mal ein Ticket zu kaufen oder mit Bargeld bezahlen zu müssen, kann man einfach bequem Geld auf die Karte laden. Sie wird in Tokio und in weiteren Städten akzeptiert. Man kann sogar an manchen Getränkeautomaten damit bezahlen!
Direkt am Bahnhof gab es Automaten für Handysimkarten. Mit diesen Simkarten kann man nicht telefonieren. Dafür haben sie ein gewisses Datenvolum, das man nutzen kann.

Dort haben wir auch zum ersten Mal Bekanntschaf mit den japanischen Toiletten gemacht. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist, dass die Toilettenbrille beheizt ist! Wie wir im Verlauf der Reise gelernt haben, ist das bei allen “westernstyle toilets” ist. Egal ob bei der Hoteltoilette, Restauranttoilette, Bahnhofstoilette oder den öffentlichen Toiletten.

Danach saßen wir auch schon im Shinkansen nach Kyoto. Auf der Fahrt sind sowohl meine Freundin als auch ich eingeschlafen. Wir waren sehr müde von der langen Flugreise und der Zeitumstellung. Außerdem waren die Sitze in dem Zug sehr bequem.

In Kyoto angekommen mussten wir uns erst einmal orientieren. Der Bahnhof dort ist sehr groß. Zum Glück lag das Hotel nicht weit weg. Lediglich 5 Minuten zu Fuß (je nach Ampelschaltung).

Direkt gegenüber von dem Hotel war auch ein großes Einkaufszentrum. Wir sind direkt auf Entdeckungstour gegangen. Fürs Abendessen haben wir uns für Sushi entschieden und zum Frühstück gab es Cupramen. Außerdem haben wir uns gleiche eine interessante Kitkatsorte ausgesucht. Denn Japan ist bekannt für seine ungewöhnlichen und vielfältigen Kitkatsorten!

Ansonsten haben wir uns einfach von der Reise erholt und sind viel zu früh eingeschlafen …

Mehr gibt es dann morgen zu lesen



Ihr lest hier meine persönlichen und subjektive Eindrücke.
Fotos: Copyright Chrissis Corner

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